Nachdem gastgebender Stock dem brummenden Kühlschrank in einem Nebenzimmer des Hotels den Stecker zog, waren die Spielbedingungen erstklassig. Kein Vergleich zur vorigen Saison, wo noch ein stetes Geklapper und Geklirr oder auch Zischen der Espressomaschine unser aller Denkprozesse traktierte. Hochspannung an sieben Brettern, Gino fehlte noch bzw. war noch auf der Suche, überall kämpferisch-unausgewogene Stellungen, die einen blutigen Kampf versprachen.Irgendwann saß Gino dann einfach so da, ohne dass es einer von uns bemerkt hatte, an Brett 8. An Brett 1 setzte sich ein Monsterspringer gegen einen hilflosen Läufer durch, an Brett 7 verschwand Stefan so wie Gino gekommen war, nachdem Stock ihm den Stecker zog, und auch Freddy - Brett 6 - die Segel streichen mußte.

0-3!

Die beiden Weißbretter 3 und 5 waren Wohlfühlstellungen der allerliebsten Sorte und wurden alsbald in zwei Siege umgemünzt. Kritisch und unklar an Brett 2, während Brett 4 nach einem Remis aussah, und Gino hatte es geschafft, sich aus einer äußerst heiklen Lage zu befreien

2-3!?

Die Spannung wuchs und wuchs, unser Edelfan Helge kann das bezeugen, und nachdem sich Simon seiner Zentrumsschwierigkeiten entledigt hatte, übersah sein Gegner einen Konter, derweil Florian klares Übergwicht erzielte, nach er in ein Ungleichfarbige-Läuferendspiel abwickelte, das vorzügliche Gewinnchancen bot.

Sensation?

Nicht ganz! Florian und Simon gewannen ihre Partien, doch Gino traf die fatale Entscheidung, seinen formidablen Springer auf eine Reise zu schicken (obwohl er ausgezeichnet stand), die keine Wiederkehr erlaubte. Ein sensationelles 5-3 aus Pumpesicht war drin, doch am Ende waren wir nicht unzufrieden!